Mittwoch, 31. August 2011

Passau -> Niederranna

Gepacktes Radl vor der Abreise
Das Wetter war perfekt, Sonne 35°+ und keine Wolke in Sicht, ideale Voraussetzungen für unsere Radltour. Die Strecke von Passau nach Wien wurde von uns (Juliane, Robert und mir) in angenehmen 6 Tagen bewältigt, so dass auch genügend Zeit blieb für Kunst, Kultur und Genuss.

Die Anreise nach Passau war Dank des Bayern-Ticket + Fahrrad-Ticket auch fast schon geschenkt. Das funktioniert zwar nur in Bayern, aber andere Bundesländer haben auch Ländertickets.

Da wir in Passau erst am Vormittag ankamen und uns für die Tour erst mal stärken mussten, war unsere erste Etappe relativ kurz. Unser Ziel war Niederranna, wo wir am Anfang der Schlögener Schlinge beim Bauernhof zur Fährfrau unsere Zelte aufschlugen.

Bauernhof Zur Fährfrau

Au 1
4085 Niederranna
Tel. 07285/6317
Fax 07285/6317
Telefonvorwahl Österreich: +43
Email: faehre.pumberger@utanet.at



 Auf dem Weg dorthin hatten wir auch Zeit für eine Brotzeit...

 



















...und Panoramafotos

Montag, 29. August 2011

Niederranna -> Linz

Oberhalb des Bauernhofs zur Fährfrau gibt es eine wunderschöne Aussichtsplattform. Da wir aber im Wald nicht rechts sondern fälschlicherweise links abgebogen sind, gab es für uns nichts zu sehen.Wir konnten später jedoch bei der Donauüberquerung den Turm erkennen, der unser eigentliches Ziel hätte werden sollen.

Nach unserern kleinen Ausflug wechselten wir also die Uferseite, die Fähre hierzu befindet sich direkt beim Bauernhof zur Fährfrau, und radelten durch die Schlögener Schlinge.

Donauüberquerung mit Radlfähre






Linz

Wenn man sich vom nördlichen Ufer an Linz heranschleicht und über die Nibelungenbrücke hinein fährt kommt man automatisch auf den Hauptplatz.

Nach einer kleinen Odyssee, wir haben uns für Hotels und Pensionen meist erst entschieden wenn wir davor standen, kamen wir bei der Lokomotive an und bezogen unsere Zimmer.
In Linz gibt/gab es vor allem zwei Dinge die wirklich ein Muss sind.

  1. Die Ars Electronica (von der Nibelungenbrücke aus nicht zu übersehen)
  2. Höhenrausch2

Hier ein paar Bilder vom Höhenrausch.










Linz -> Au an der Donau -> Melk

In Linz haben wir einen ganzen Tag verbracht, so dass unser nächster Stopp der Campingplatz in Au an der Donau wurde. Tags darauf ging es weiter bis Melk. Bei diesem Teil der Reise haben wir wohl die meisten Kilometer zurückgelegt.

Die Route zwischen Linz und Melk ist landschaftlich sicherlich der schönste Streckenabschnitt. Wir fuhren durch das Marchland, wo derzeit ein großes Entsiedlungsprojekt zum Hochwasserschutz stattfindet. Die Auswirkungen des letzten Hochwassers wurden uns beim Weingut Jamek einige Tage später mit Fotos gezeigt, jedoch sieht man auch so viele Markierungen an Häusern, die zeigen, wie viel vom Gebäude noch aus dem Wasser ragte.

Am Ende dieser Etappe nächtigten wir zu Füßen des Kloster Melk.

Kloster Melk

Blick von der Sterngasse auf die Gasse darunter



Residiert haben wir im Altstadthotel Goldener Stern, welches vorsichtig als Altbau bezeichnet werden kann (war bereits im 15. Jhdt. eine Taverne).






Melk -> Zwentendorf

Ja, hier beginnt eigentlich der wichtigste Teil der Reise, die Wachau. Deshalb haben wir uns auch nicht lumpen lassen und uns vorgenommen auch eine Weineinkehr zu machen, oder auch zwei.





Von Melk aus haben wir nach Oberarnsdorf  mit der Fähre erst mal wieder die Seite auf das nördliche Ufer nach Spitz gewechselt. Hier ging es dann durch kleine verträumte Orte bis nach St. Michael. In St. Michael gleich nach der Kirche fuhren wir scharf links den Weg hoch um nach wenigen Metern die erste Weinpause in einem Gastgarten im Innenhof zu machen.
Die Weiterfahrt danach dauerte auch nicht lange und wir machten einen weiteren Halt im Gasthaus Jamek. Dort wären wir beinahe versumpft, aber es wartete noch ein AKW auf uns.

Schon einige Tage vorher haben uns Angler nicht nur zum Bier trinken genötigt, sondern auch erzählt, dass die österreichische Regierung ein AKW errichten ließ und danach eine Volksabstimmung durchführte. Seitdem haben die Österreicher eine Photovoltaikanlage auf einem Kernkraftwerk das nie ans Netz ging.

Dafür kann das AKW-Zwentendorf jedoch besichtigt werden.




Zwentendorf -> Wien

In Zwentendorf verbrachten wir die Nacht im Rosencafe. Das letzte Stück der Reise führte uns über Tulln, mit kurzen Stopp wegen eines Achters, bis nach Wien. Auf den letzten Kilometern haben wir uns bei einer Jause noch in gebackene Blunzn-Radln mit Erdäpfelsalat und Kren verliebt.



Blunzn


Am Ziel angelangt suchten wir unsere Herberge auf.

Wien Brigittenau - Youth Palace
Adalbert-Stifter-Straße 73
A-1200 Wien


Am letzten Tag gab es noch ein wenig Stadtbesichtigung bevor wir wieder Richtung Heimat aufbrachen.

Wiener Charme